• THE ERLKINGS


    Platoo Montag in der Scherbe
    27.10.2014, 20:45 Uhr


     


  • pauT


    Platoo Montag in der Scherbe
    20.10.2014, 20:45 Uhr


     


  • KLAY & KATHARINA MILCHRAHM


    Platoo Montag in der Scherbe
    17.11.2014, 20:45 Uhr


     


  • SHANE Ó FEARGHAIL


    Platoo Montag in der Scherbe
    10.11.2014, 20:45 Uhr


     


  • JANNA LEISE


    Platoo Montag in der Scherbe
    03.11.2014, 20:45 Uhr


     

Autumn Leaves 2014 | Donnerstag, 20.11.



Garish [a]
                 
Trumpf? Vielleicht beschreibt der Titel des neuen Garish-Albums (Vö: 7.2.2014) ein bisschen den Sieg über sich selbst. Die Band hatte sich 2010, nach mehr als einer Dekade gemeinsamen Musizierens, neu erfunden. "Wenn dir das meine Liebe nicht beweist" war ein überraschendes, vielseitiges, rohes Meisterwerk, von Kritik und Publikum äußerst wohlwollend aufgenommen. Die unbestrittenen Live-Qualitäten hat die Band wie gewohnt auf einer ausgedehnten Tour ausgelebt - gekrönt von einem denkwürdigen Abend im Burgtheater mit Element Of Crime. Trotzdem hat es fast vier Jahre gedauert, bis ein neues, zehnteiliges Werk in den Kasten kam. Der Schaffensprozess stand währenddessen mehrfach kurz vor dem Kollaps. „Trumpf“ beschreibt so gesehen auch den erhebenden Moment, in dem klar wurde, dass es zu fünft doch noch „etwas zu holen“ gibt. Das Resultat sind 40 Minuten dicht gepackter Energie. Das Album hatte im bestmöglichen Sinne eine Kanalisationsfunktion. Die Band als Ganzes ist größer. Sie ist erhaben über jedwede Widrigkeiten, die die Niederungen des Alltags einer Musikkapelle in Österreich zu bieten hat. "Trumpf" ist ein in jeder Hinsicht an die Spitze getriebenes Garish-Album: Gefinkelt und metaphernreich wie eh und je, dezent wütend an der Oberfläche, ironisch bis zynisch im Unterton. Ein Album, das wie immer viel Platz zum Entdecken und Interpretieren lässt; seien es T-Shirt-fähige Zitate oder verschlüsselte Bösartigkeiten. Ein Garish-Album, eben. Das dichteste und intensivste, dass die Band je gezaubert hat und um dessen Live-Umsetzung man sich sich bei einer Band wie Garish keine Sorgen machen muss. Wir freuen uns auf die "trumpfale" Rückkehr auf die Bühne des Autumn Leaves Festivals.



 

Die Höchste Eisenbahn [d]
 
               
 
"Schau in den Lauf Hase" erschien ein ganzes Jahr später als alle noch bei der Veröffentlichung der "Unzufrieden"-EP im Jahr zuvor dachten. Doch dann schleppten Francesco Wilking (Tele), Moritz Krämer, Felix Weigt (u.a. Kid Kopphausen, Spaceman Spiff) und Max Schröder (u.a. Max Schröder & Das Love, Der Hund Marie, Tomte) eine Platte an, die offensichtlich einen an der Waffel hat. Die Platte erinnert an „La Boum“ und an rot-grün-geleuchtete Nachtszenen mit jungen Pärchen auf Mopeds. Man vergisst fast, dass mit Krämer und Wilking zwei klassische Singer/Songwriter an gemeinsamen Songs kritzeln, wären da nicht noch die Texte, die epische Geschichten erzählen von Wahrhaftem und die niemals im Refrain auf hohlen Phrasen rumkauen. Ob es nun bei „Aliens“ um einen verpennten Typen geht, der an einem Vormittag auf dem Weg zum Späti einer Horde Außerirdischer mittels Handy-Videos erklären muss, warum außer ihm plötzlich kein Mensch mehr auf der Erde aufzufinden ist oder ob bei „Egal wohin“ der ganze Brass gegen die kumpeligen Fressen aus der Lebensversicherungs-Werbung raus darf – die vielen Geschichten aus verschiedenen Federn verschmelzen am Ende zu einer bunten Collage. Krämers Welt, Wilkings Welt und die Wilking-Krämer-Welt klingen nach einem gemeinsamen Guss. Viel Liebes-Schmonzette! Viel Dagegen – auch gegen das Dagegen! Von der zerbrechlich-traumschönen Kohleofen-Romantik mit zwei Gitarren, Mundharmonika und befreundeten Gästen wie Judith Holofernes und Gisbert zu Knyphausen, ist man beim poppig-beschwingten Eisenbahn-Style angekommen. Dies ist mit Sicherheit auch dem typisch-trockenen Beatgerüst von Max Schröder und den schier unerschöpflichen musikalischen Fähigkeiten von Multi-Instumentalist Felix Weigt geschuldet. "´allo, das ist die ´öchste Eisenbahn!"

 


Spaceman Spiff [d]

 

                 
Schon auf den ersten beiden Alben ("Bodenangst", 2009 und "und im fenster immer noch wetter", 2011) war schnell klar, dass Hannes Wittmer nicht nur etwas zu erzählen hat, sondern dies auch noch auf ganz besondere Art und Weise kann. Er trägt ein untrügliches Gespür für große Melodien in sich, aber noch viel mehr, für große Texte, die in ihrer Stärke und Ausdruckskraft ihresgleichen suchen. Er gehört zu jenen, die diese poetische Brücke zwischen Melancholie, Ernsthaftigkeit, Glück und ein klein wenig Pathos glaubhaft rüberbringen. Nach einer aufregenden Zeit, hunderten Konzerten und einigen Preisen in den letzten Jahren nahm Hannes Wittmer erstmal eine Auszeit. In Neuseeland hat er "die Ruhe selbst gefunden", die weißen Notizbücher vollgeschrieben und andere Blicke auf die Welt von unten gerichtet. Und von oben, als passionierter Bergsteiger. Dort eben, wo man viel über sich und seinen Blick auf die Welt lernen kann: "Dieser Nebel ist nur Milchglas, und selbst der Ozean ist nur ein großer See." Dort, am Ende der Welt, sind auch die meisten der neuen Songs entstanden. Im Januar 2014 erschien das dritte Album. Es enthält 12 sehr gute Freunde. Oft geht darin die Sonne auf. Manchmal geht sie auch unter. Ab und zu fällt etwas Regen, allerdings langsamer als sonst. Es wird gegen Wände gelaufen, in Löcher gefallen und wieder rausgeklettert. Manchmal ist man am Strand, dann ist es ganz besonders schön, auch mit Sand in den Schuhen. Hin und wieder knallen Schlagzeug und Streicher rein, dann wird es auch mal hymnisch. Meistens bleibt es aber ganz nah bei uns, ganz nah am Ohr. Und egal, wie oft man diese Songs gehört, egal, wie oft man seine Konzerte besucht – eigentlich kann man, wenn man Hannes Wittmer trifft, nicht glauben, dass aus diesem freundlichen, bescheidenen, manchmal auch schwer witzigen jungen Mann diese ernsthafte, tiefe, welthaltige Musik eines Spaceman Spiff kommen soll. Und vielleicht ist es einfach so wie bei Calvin, dem 6-jährigen Titelhelden aus dem Comic Calvin und Hobbes: Er ist nur ein ganz normaler kleiner Junge. Aber manchmal malt er sich aus, ein Astronaut zu sein. Dann reist er zu fernen Planeten und nennt sich Spaceman Spiff.

Autumn Leaves 2014 | Mittwoch, 19.11.



The Miserable Rich [gb]

                  Als wir The Miserable Rich beim letzten Mal bei uns in Graz hatten, im Jahr 2012, fühlte es sich für uns so an, als würden Freunde nach Hause kehren. Besonders gern haben wir sie immer hier gehabt, besonders herzlich sind sie vom Grazer Publikum aufgenommen worden. Dieses Gefühl führte die Band nun doch noch einmal dazu, ein letztes da capo in ihren Lieblingsclubs zu geben, nur für 4 Shows, von 15. bis 19.11.2014. Eigentlich stand die Bandauflösung schon fest, im Frühsommer hatten sie ihr finales Konzert in ihrer Heimatstadt Brighton gespielt. The Miserable Rich, die vor drei Jahren noch einmal ihr ganzes Repertoire in das Album "Miss You In The Days" gepackt haben. Und noch viel mehr, so unheimlich und dunkel kannte man sie bis dato nicht. Doch ihre virtuose Klasse, ihr hymnisches Potiential und ihr unvergleichliches Songwriting blieb. Im Laufe der Jahre hatten wir das virtuose und luftig-leichte "Somerhill", das schwungvolle "On A Certain Night" und natürlich das hymnische "Ringing The Changes", das uns beim Gedanken an den drohenden Abschied für immer, die Tränen in die Augen treibt, auf Heavy Rotation auf unseren Plattentellern laufen. Sie einmal noch bei uns zu haben, ist eine ganz besondere Auszeichnung. Oder wie heißt es in "Under Glass": "All I want to say in my simple way is you deserved a little more..."



 

Junior [usa][d]
 
               
 
Ian Fisher und Fabian Keller sind JUNIOR. Der eine Songwriter aus Missouri, der andere Musiker und Produzent aus Berlin. Beide ständig unterwegs. Und jetzt zusammen. Ian Fisher ist ein guter alter Bekannter auf der Platoo-Bühne, denn mit seinem Projekt Ian Fisher & The Present hat er zuletzt in der Scherbe fasziniert. In Kombination mit Fabian Keller wirkt alles getriebener, mit bits and beats boxt man sich durch Songs die schon die Feder Ian Fishers erkennen lassen, aber in der Ausführung an Postal Service erinnern und klar die Handschrift Fabian Kellers tragen. Sehr clever klingt das, doch die beiden sind zu clever um sich für clever zu halten. Wenn in den Texten mit Hilfe des Psychoanalytikers Erich Fromm die post-moderne Spaßkultur in Frage gestellt wird, so nicht ohne zu erkennen, selbst ein Teil jener bohemen Gesellschaft zu sein. Die Lässigkeit erwächst aus dem Wissen um die eigene Fehlbarkeit. So verdichten sich die Melodien zu Songs, die jeden überflüssigen Ballast am Wegesrand liegen lassen und doch vollendet wirken. "Is this a joke or fuckin' truth?" Es ist JUNIOR. 

 

 


I Am Oak [ned]

                  Als im Frühjahr das vierte Album der Folkband aus Utrecht rund um Thijs Kuijken mit dem Titel 'Ols Songd" veröffentlicht wurde, konnte man bereits auf eine beeindruckenden Erfolgsgeschichte zurückblicken. Seit dem Debüt-Album "On Claws" im Jahr 2010, war I Am Oak Teil erhielt die Band zahlreiche Nennungen im Bereich "Album des Jahres", "Nowhere or Tammensaari' (2012) wurde in acht Ländern veröffentlicht und sie gingen in dreizehn Ländern weltweit auf Tournee. Höchst gespannt waren die zahlreichen Fans der Band schon auf das neue Album, denn es enthält Studioversionen von Live-Favoriten wie "Birken" und "Honeycomb". Doch wie kann man den Stil von I Am Oak beschreiben? "Zauberhaft, warm und düster zugleich" oder "Weltuntergangsstimmung draußen, Glückseligkeit drinnen". Auf eine Vielzahl von Instrumenten wird gerne verzichtet, auf minimalistische Beats nicht. Und der ganz eigene Sound steht im Vordergrund. Darüber wirkt Kuikens Stimme als Organ voller Ruhe und Kraft, trotzdem fragil und unheimlich fesselnd: "Die Verschrobenheit von Bon Iver trifft auf den ausgefuchsten Minimalismus von The Black House und die traumgleiche, federleichte Entrücktheit von Beach House." Das sagt der Promotext. Wir sagen, eine faszinierende und spannungsgeladene Neuerfindung der an tollen Bands reichen holländischen Songwriterschule. 

Platoo-Gutschein für die Scherbe...

Neu im Herbst 2013: Der Platoo-Gutschein für die Scherbenserie. Das perfekte Geschenk für jung und alt, ein echtes Muss für jede(n) Songwriter-Liebhaber(in)... Der Gutschein ist gültig für einen Eintritt zum Platoo Montag in der Scherbe. Bei höherpreisigen Veranstaltungen in der Scherbe wird die Differenz vom Kartenpreis einfach abgerechnet. Dieser Gutschein ist aber nicht als Reservierung oder Ticket für das gewünschte Platoo-Konzert anzusehen. Eintritt kann auch für Gutschein-Besitzer(innen) nur solange gewährleistet werden, bis das Platzkontingent erschöpft ist. Sprich, rechtzeitiges Erscheinen zu den jeweiligen Konzerten lohnt sich.

Wie komm ich zu dem Gutschein? Einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. uns Facebook-Nachricht (www.facebook.com/platoomusic) schicken und wir treten mit euch in Kontakt.

Wo kann ich den Gutschein einlösen? An der Kassa zur jeweiligen Platoo-Veranstaltung in der Scherbe. Und NEIN: Dieser Gutschein ist nicht an der Bar einzulösen. ;-)


platoo bedankt sich bei den Förderern: